14.01.2017

Hurra, die Zwote lebt noch!

Für die 2. Herren ist in der Rückrunde wohl jede Partie ein Endspiel. Doch das Spiel zum Rückrundenauftakt bei der zweiten Mannschaft der Blades aus Solingen-Wald war in vielerlei Hinsicht ein entscheidenes, ganz besonderes und wegweisendes Endspiel. Auch wenn noch zehn Spiele folgen, wäre eine Niederlage beim Tabellenvorletzten, gegen den das Team um Mannschaftsführer Michael Höfel in der Hinrunde den einzigen Sieg einfahren konnte, ein großer Rückschlag für das Vorhaben "Aufholjagd" und damit gleichbedeutend fast schon der Abstieg gewesen.

Doch die vielen positiven Vorzeichen - übrigens vergleichbar mit der Ausgangslage der 4. Herren vor der Saison - wirkten sich erfolgreich auf das Match in Solingen aus. Das, was in der Hinrunde erst am neunten Spieltag (!) klappte, nämlich mit den ersten Sechs anzutreten, klappte in der Rückrunde gleich in der ersten Begegnung. Und so standen den Gastgebern aus der Klingenstadt sechs Spieler gegenüber, die allesamt sehr motiviert und fokussiert wirkten.

 Das nach knapp zweieinhalb Stunden die Zwote als deutlicher Sieger der Partie hervorging, war keinesfalls zu erwarten, aber es ist der verdiente Lohn der Trainingsvorbereitung- und bereitschaft der letzten Tage (u.a. ein gemeinsames Mannschaftstraining am vergangenen Dienstag!) und auch der genau richtig dosierten Einstellung zwischen Kampf, Bodenständigkeit und Vorfreude auf die anstehende Aufgabe. Jeder ist sich der Schwierigkeit der Mission bewusst, dennoch hat man sich das Ziel gesetzt, jedes Spiel als Endspiel mit einer positiven Stimmung anzugehen und jede Chance zu nutzen.

 

Diese Mischung kam auch im ersten Rückrundenspiel zum Vorschein. Denn nach dem 2:1-Doppelstart konnte die 2. Herren u.a. durch Siege von den Rückkehrern Marcel Linke und Frank Schubert die Führung auf 6:1 hochschrauben. Doch statt in unreflektierte Euphorie zu verfallen, war man sich einig, dass noch gar nichts entschieden sei. Daniel Schugt sprach sogar von einem "gefährlichen Zwischenstand". Er behielt Recht, denn die Solinger konnten durch zwei Siege im unteren Paarkreuz gegen Michael und Thomas Ferber verkürzen. Doch die Zwote ließ sich nicht beeindrucken und konnte sich auf die Spieler des oberen bzw. mittleren Paarkreuzes verlassen: Der bestens aufgelegte Alex Rupik blieb auch in seinem zweiten Einzel ohne Satzverlust und wurde - zu Recht - von seinem Gegner nach der Partie mit Lob überschüttet. Quasi als Doppelschlag beendeten dann Marcel und Daniel das Match und machten den 9:3-Auswärtssieg perfekt!

 

In der Verabschiedung folgten dann lobende Worte der stets fairen und sympathischen Gastgeber. Dass die Solinger sich einen anderen Spielausgang vorgestellt hätten, ist an der Tabellensituation abzulesen. Doch auch sie mussten zugeben, dass die Partie nur einen Sieger, der willig, "heiß" und in Form war, verdient hatte und der kam aus Eller! Dieser Sieg ist nicht nur Balsam für die Seele der 2. Herren, sondern bestätigt bisher die personellen Veränderungen sowie erhöhte Trainingsbereitschaft, gibt auch Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben und ist insbesondere ein Ausrufezeichen an die Konkurrenz im Tabellenkeller: Die 2. Herren lebt noch!!!