28.03.2017 - Spielbericht

Bis auf einen Satz die perfekte Aufholjagd - 2. Herren spielt nach gefühltem "0:6" noch 8:8

Mit einer Begegnung in Derendorf am Dienstagabend, wie sagte es Kapitän Marcel so treffend, die sinnbildlich für die gesamte Saison stehe, wurden mit Michael Gresens, Michael Höfel, Martin Lawicki, Christoph Linke und mir fünf Elleraner Zeuge einer wieder mal eindrucksvollen Aufholjagd, an dessen Ende trotzdem nicht lautstark gejubelt wurde.

Der Start war gefühlt ein 0:6-Rückstand, wobei Frank und das Doppel eins nach 0:2-Satzrückstand in den fünften Satz gingen, Marcel und Alex obsiegten, Frank unterlag, wieder mal in fünf. 

Dieser 1:5-Rückstand (1:2 aus den Doppeln) als Ausgangspunkt des Endresultates von 8:8 müsste eigentlich einen rundum zufrieden machen, überhaupt was Zählbares mitgenommen zu haben. 

Addiert man noch einen 5:7-Rückstand hinzu und gibt den starken Eindruck des Einsers der Hausherren, Greschner, der zwei Mal 3:0 Alex und Marcel besiegte und im Abschlussdoppel "drohte", dabei, könnte man mich als Verfasser schon ein wenig verwundert angucken, wieso man nicht rundum zufrieden sei.

Es mag daran liegen, dass mit den Siegen von Marcel (Oben 1:3 gesamt), Daniel, Frank (Mitte 2:2 gesamt), zwei Mal Thomas und einmal Michael (P.) unten man trotz dauerhaftem und zwischendrin gefühlt quasi aussichtslosem Rückstand, es auf einmal doch 7:7 stand.

 

Alle Faktoren und das Momentum sprach für uns als die Gäste auf dem Papier, die durch fünf anwesende Gästefans für echte Heimspielatmosphäre sorgten. Dies konnte aber erst durch diese Aufholjagd ein Faktor werden, der beinahe auf die Siegerstraße führte, als die Partie knapper war. 

Michael hatte dann in seinem zweiten Einzel gegen Michalczweski bereis eine 2:0-Satzführung inne (Unten bis dato 3:0 insgesamt).

Es folgte für mich als Beobachter das stärkste Doppel von Marcel und Alex, was ich je live sehen durfte, welches für einen Gesamtsieg der würdige Abschluss gewesen wäre.

Denn dass die Jungs sich aus Tiefs und Rückständen zurück kämpfen können, gar keine Frage, so schon im ersten Doppel des Tages gesehen. Dass sie dazu auch an einem guten Tag und "im Rausch" eine grandiose Partie abliefern können, geschenkt. 

Aber dass Alex, trotz kaputtem Schläger und Fremdracket und an einem eher nicht so guten Tag mit Marcel, im Abschlussdoppel mit 3:0-Sätzen den Gegner taktisch perfekt bespielten und auch in der Höhe verdient besiegten, kann gar nicht hoch genug bewertet werden. Und wenn man dann also 8:7 führt und am anderen Tisch der bis dato makellose Michael eine 2:0-Satzführung doch nicht in Punkt neun und ein 9:7 umwandelt, sondern der taktisch immer besser agierende Gegner das 8:8 nach fünf Sätzen insgesamt einstellt, bleibt das Gefühl, dass es doch auch zwei Punkte hätten sein können ...

Sei es drum, am Ende hatte man den Rückrundenpunkt sieben in der Tasche, gegen ein Team, dem man in der Hinrunde deutlich unterlegen war. Daneben ist man nun wieder punktgleich mit dem Tabellenzehnten, der zur Relegation berechtigt. 

 

In gut 60 Stunden, also am kommenden Freitag, 19.30 Uhr (Feldheiderstraße 23, 40699 Erkrath-Hochdahl) steht nun der große Showdown an. Denn mit dem Gastspiel bei TTG Unterfeldhaus-Millrath kommt es zum Duell zweier akut abstiegsgefährdeter Teams. Der Sieger hat noch alle Möglichkeiten, der Verlierer dürfte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit abgestiegen sein. Mehr Spannung und Herzinfarktrisiko geht nicht und j e d e r Zuschauer ist herzlichst Willkommen nach Dienstagabend auch am Freitag wieder "Heimspielatmosphäre" zu kreieren.

Markus Motzko